Aktualitäten Ernte 2025

Saatgetreideverkäufe 2025

Nach zwei sehr schwachen Jahren (2023–2024) knüpft 2025 wieder an die guten Ergebnisse von 2021 an. Der Absatz per 30.11.2025 liegt um 3’400 t über dem Vorjahreswert (+17%): Brotweizen: +22%, Futterweizen: +15%, Gerste: +9%, Dinkel: +12%.
Wir gehen davon aus, dass ein bedeutender Teil davon auf die Wiederauffüllung der Lagerbestände im Handel zurückzuführen ist. Unter diesen Umständen erscheint eine Neuausrichtung der Verkäufe im Jahr 2026 auf ein mittleres Niveau wahrscheinlich. Auch die Produktion von Bio-Saatgut profitiert vom Aufschwung. Der Absatz stieg von 2416 t auf 3051 t. Der Bio-Sektor konnte somit nicht nur seinen Absatz steigern, sondern auch seinen Anteil am Gesamtabsatz von 12% auf 13% ausbauen.
Details zu den Statistiken

Ernte 2025 – Pflanzkartoffeln

Erste Schätzungen gehen von einer aussergewöhnlichen Ernte aus, vergleichbar mit 2018, allerdings mit einer um 140 ha geringeren Gesamtfläche. Nach Abzügen und Verlusten aufgrund von Virusbefall weisen die ÖLN- und Bioflächen ähnliche Erträge auf: 18 t/ha. Die erwartete Gesamtproduktion liegt bei etwas mehr als 25’000 t.
Angesichts dieser reichhaltigen Ernte sind Überschüsse wahrscheinlich. Der Markt befindet sich im Wandel, es gibt viele Neuheiten und einen Trend hin zu robusten Sorten. Derzeit werden in der Schweiz über 100 verschiedene Sorten angebaut. Alle sind sich einig, dass dies viel zu viel ist. Aber wenn es darum geht, Abhilfe zu schaffen, häufen sich die Wünsche der einen und anderen. Trotz der geführten Diskussionen werden 5’000 t über das Zollkontingent importiert, was zu etwa 3’000 t unverkauften zertifizierten Pflanzkartoffeln führt.

Andere Kulturen

Bei Futterpflanzen (Klee und Gräser) sind die Ergebnisse uneinheitlich. Die Wetterbedingungen haben die Arbeitsfenster eingeschränkt. Die Erträge sind insgesamt korrekt, aber die Qualität ist noch ungewiss. Die Triagen sind im Gange.  
Die Saatmaisernte ist ausgezeichnet und gehört zu den besten der letzten Jahre. Die Erträge in La Côte sind gut, im Rheintal jedoch etwas schwächer. Die Triagen sind im Gange.
Die Sojaproduzenten freuen sich über eine gute Ernte, ABER! Die am stärksten exponierten Regionen wie Genf und La Côte am Seeufer litten zwischen Blüte und Fruchtansatz unter Wasserstress. Die etwas höher gelegenen Regionen, die weniger der Trockenheit ausgesetzt sind, kommen besser davon. Bei der ASS freute man sich über eine gute Bruttoernte. Leider wird nach den Keimfähigkeitsanalysen ein Teil der Posten aufgrund unzureichender Ergebnisse verloren gehen. Allerdings gibt es bei der Ernte 2025 keine Phomopsis.